Der Architekturmodellbau – eine wertvolle Arbeitshilfe im Bauprozess

Der Architekturmodellbau ist bei besonderen Bauprojekten nicht wegzudenken. Ob Brücke, neue Wohnsiedlung oder öffentliche Einrichtung – durch Architekturmodellbau werden Bauvorhaben jeder Größenordnung sichtbar und begreifbar.

Dabei erfüllt der Architekturmodellbau ganz unterschiedliche Aufgaben – er kann Fehler in den Bauplänen aufdecken, eine Orientierungshilfe für Handwerker sein oder das wichtigste Verkaufsargument bei der Vermarktung von Immobilien sein. Im Architekturmodellbau bieten sich dabei verschiedene Maßstäbe, Materialien und vor allem Abstraktionsgrade an. Diese entscheiden maßgeblich darüber, wie detailliert das Modell ist und ob der Augenmerk eher auf der Formgebung des geplanten Objekts liegen soll oder zum Beispiel auf dessen Einbettung in die Landschaft.

Der Architekturmodellbau geht so weit, die Fassadenbeschaffung und –farbeeines Objekts so exakt wie nur möglich abzubilden. Sogar die Außenbepflanzung kann auf Wunsch bis ins letzte Detail nachempfunden werden.

Beispiele Unserer Abeiten

Welche Varianten bietet der Architekturmodellbau?

Der Architekturmodellbau erfolgt in vielerlei Maßstäben. Die Klassiker sind die Maßstäbe 1:50, 1:200 und 1:500. Der Maßstab 1:50 beispielsweise wird für sehr detaillierte Darstellungen genutzt und kann zum Beispiel extra für Handwerker eingesetzt werden. So kann im Modell die Position jeder einzelnen Steckdose eingearbeitet werden. Der Maßstab 1:200 findet klassischerweise bei Einzelobjekten Anwendung. Der Maßstab 1:50 wird genutzt, wenn besonders große Bauvorhaben geplant sind, etwa eine neue Stadtmitte. Oder wenn ein Komplex im Kontext seiner Umgebung gezeigt werden soll. Bei diesem Modell ist der Abstraktionsgrad vergleichswiese am höchsten.

Daneben gibt es im Architekturmodellbau aber auch Modelle in kleineren und größeren Maßstäben. Für jeden Verwendungszweck findet sich der richtige Maßstab mit dem passenden Abstraktionsgrad

Der Architekturmodellbau richtet sich stets nach dem Verwendungszweck

Der Architekturmodellbau richtet sich stets nach dem vom Kunden gewünschten Verwendungszweck. So wird beispielsweise unterschieden zwischen Wettbewerbsmodellen, Präsentationsmodellen, Anschauungsmodellen und Innenraummodellen. Letztere zeigen wie der Name schon sagt Details zum Innenausbau. Bei Konzerthallen oder Kirchengebäuden wird dies häufig genutzt, um die Besonderheiten der Architektur darzustellen. Auch in dem Fall dient das Modell häufig als Arbeitshilfe.

Ein Anschauungsmodell ist ebenfalls ein Klassiker im Architekturmodellbau. Es kann während der Bauphase verwendet werden. Es kann aber auch im Nachhinein von bestehenden Gebäuden angefertigt werden, um den Ist-Zustand, beziehungsweise den historischen Original Zustand zu dokumentieren.

Das Präsentationsmodell dienen oft Marketingzwecken und entfaltet im besten Fall eine verkaufsfördernde Wirkung. Diese Modelle werden im Architekturmodellbau häufig möglichst naturgetreu gestaltet, so dass potenzielle Kunden einen guten Eindruck vom späteren Erscheinungsbild bekommen. Oft werden die Fassaden entsprechend der Pläne farblich gestaltet oder eine geplante Begrünung hinzugefügt. Grundsätzlich soll das Präsentationsmodell einen möglichst genauen Eindruck von geplanten Objekten vermittelt.